
Besuchsinformation der Stiftung Berliner Mauer im ehemaligen Pförtnerhaus an der East Side Gallery eröffnet
Ein ehemaliges Pförtnerhaus in der ehemaligen Grenzanlage der Berliner Mauer ist als Besuchsinformation der Stiftung Berliner Mauer eröffnet worden. Es dient nun als Anlaufstelle für Gäste der East Side Gallery.
Das nur etwa 25 Quadratmeter große Gebäude wurde 1977 als Einlasskontrolle für die Mitarbeiter des VEB Kombinats Getreidewirtschaft errichtet, dessen an der Spree gelegener Speicher sich mit dem Bau der „Grenzmauer 75“ im Grenzstreifen befand. Zudem wurde das Gebäude etwa hälftig geteilt und ein räumlich von der Pförtnerloge getrennter Bereich von der Volkspolizei als Wachstube genutzt. Nur wenige Jahre später war diese bauzeitliche Nutzung mit dem Fall der Mauer obsolet und das Gebäude ab 1990 für etwa 30 Jahre als Souvenirladen genutzt worden.
Die Umbauten aus dieser Zeit überformten den profanen Baukörper massiv. Im Zuge der denkmalgerechten Instandsetzung des Gebäudes ist die Außenhülle wieder in den Originalzustand versetzt worden, sodass die bedeutende Geschichte des Gebäudes im Kontext der ehemaligen Grenzanlage heute wieder sichtbar wird. Der Innenraum ist entsprechend der Bedürfnisse für die Nutzung als Besuchsinformation neu gestaltet worden und wird durch prägende Einbaumöbel in einen öffentlichen Bereich für Gäste und den rückwärtigen Bereich für die Angestellten der Stiftung Berliner Mauer geteilt. Neben den vorgenannten Maßnahmen wurde auch die barrierefreie Erschließung des Gebäudes durch flachgeneigte Asphaltflächen im Außenbereich hergestellt.
Auftraggeber: Stiftung Berliner Mauer, Wüstenrot Stiftung
Planung, Ausschreibung und Bauleitung: adb Steffen Obermann
Datum: Feb 14, 2025