Denkmalpflegerisches Gutachten für das "Deutschlandhaus"

Gegenüber dem belebten Anhalter Bahnhof wurde 1926 - 1935 mit zwölf Stockwerken Berlins höchstes Haus errichtet. Das Europahaus beherbergte einen Kino- und Varietésaal, ein Hofbräuhaus, Läden, Cafés und Büros. Es war ein Zentrum des pulsierenden Stadtlebens im Berlin der goldenen zwanziger Jahre.

 

Der flachere Ostflügel des Europahauses wurde nach Zerstörungen des Kriegs und dem Wiederaufbau 1960 zum "Haus der ostdeutschen Heimat" und schließlich 1974 in "Deutschlandhaus" umbenannt. Es soll künftig das Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" /SFVV) beherbergen. Eine umfangreiche Bestandserfassung und Archivrecherche, ein denkmalpflegerisches Raumbuch, eine restauratorische Farbbefunderhebung sowie ein Gutachten zu denkmalpflegerischen Leitlinien mit Kostenschätzung der denkmalbedingten Ausgaben stellen die Basis für die Planung der baulichen Herrichtung dar.

 

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung