Denkmalgerechte Instandsetzung der Hansabücherei

 

Die Hansabücherei ist ein früher aber bereits wegweisender Entwurf des Architekten Werner Düttmann, an dem er viele räumliche und gestalterische Prinzipien für die später errichtete Akademie der Künste, das sich ebenfalls im Hansaviertel Berlin befindet, erprobt hatte. 

 

Das eingeschossige Gebäude mit ebenerdigem Zugang und direkten Übergang vom U-Bahnhof vermittelt Offenheit ebenso wie die bewusste Verschmelzung von Außen- und Innenraum. Deutlich wird dies an den Materialien wie der Schiefer des Bodens oder dem Holz der Unterdecken. Vollständig versenkbare raumhohe Fensteranlagen ermöglichen einen Übergang von der Bücherei in den Lesegarten. Die Hansabücherei ist die erste in Deutschland errichtete Bibliothek, in der alle Bestände ohne Magazin frei zugänglich sind. Die Hälfte der Flächen ist für Lesesäle vorgesehen. Damit war die Hansabücherei bereits 1957 ein heute sogenannter Dritter Ort und seiner Zeit weit voraus.

 

Die behutsame Instandsetzung vor Allem der Gebäudehülle umfasste u.a. die Instandsetzung des schadhaften Betonskeletts, den Erhalt  und die Ertüchtigung der Stahlfenster, Reparatur der Holzbekleidungen und Böden. Die Berliner Zeitung bewertet die Restaurierung als ein "Musterbeispiel geglückter Denkmalpflege" (Nikolaus Bernau, 03.11.2019).

  

Auftraggeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Planung, Ausschreibung und Bauleitung Gebäude: adb Ewerien und Obermann 
Planung, Ausschreibung und Bauleitung Garten: Dr. Jacobs und Hübinger