Instandsetzung Martin-Niemöller-Haus in Dahlem

Das Martin-Niemöller-Haus in Berlin-Dahlem wurde 1911 nach den Plänen des Architekten Heinrich Straumer fertiggestellt und diente der Kirchengemeinde Dahlem als Pfarrhaus. Zwischen seiner Berufung zum Pfarrer 1931 und seiner Inhaftierung 1937 hatte Martin Niemöller hier seinen Dienstwohnsitz. In dieser Zeit wurde das Haus ein bedeutender Handlungsort für die Aktivitäten der Bekennenden Kirche und des kirchlichen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Heute sind an diesem geschichtsträchtigen Ort eine Begegnungsstätte und ein Erinnerungsort eingerichtet. Darüberhinaus kommen eine kirchliche Kindertagesstätte und eine Wohnung in dem dreigeschossigen Bauwerk unter.

 

Eine wesentliche Maßnahme der denkmalgerechten Instandsetzung war die Herstellung einer barrierefreien Erschließung für das gesamte Bauwerk. Durch behutsame Eingriffe wurden die vielfältigen Funktionen des Hauses klarer voneinander getrennt und so in ihrer Nutzbarkeit gestärkt. Die Einrichtungen für Besucher des Erinnerungsortes wurden erweitert. Anhand einer restauratorischen Farbbefunderhebung wurde in den Räumen des Erdgeschosses die kräftige Farbigkeit aus der Zeit Niemöllers wiederhergestellt. Die Ziegelfassade und Dachdeckung wurden instandgesetzt und zeigen nun wieder ihr ursprüngliches Erscheinungsbild.

 

Auftraggeber: Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Dahlem

Restauratorische Farbbefunderhebung, Planung, Ausschreibung und Bauleitung: adb Ewerien und Obermann